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„Lebenslustige Farben überwinden in ihren Bildern die Barrikaden, die uns davor zurückhalten, uns einen solchen Ort, wie ihn die Künstlerin zeigt, zu nähern. Es gibt bei Frau Mehlhorn-Decker keine Exaktheit der Linie in der Darstellung der Architektur... Sie eröffnet Visionen von Häusern in fantastischen, menschenleeren Städten. Dabei dominieren in mehreren Werken Farbkombinationen von Rot und Orange und deren Abstufungen. Fesselnd an den Städtebildern sind auch die Formate, die großzügig Einblick gewähren, aber trotzdem für den Betrachter ein Darüberhinausdenken möglich machen.”

Aus der Laudatio von Kunsthistorikerin Dr. Eugenie Börner zur Ausstellung „Bildende Kunst und Mode” am 16.09.2006 in Darmstadt


„Auch das vorrangige Sujet, welches in den gezeigten Arbeiten dominiert, ist eine Hommage an das Bauhaus. Die Formen allerdings entspringen dem ganz persönlichen Temperament, dem Streben, Bewegung auf der Fläche sichtbar zu machen - oder aber auch dem lebendigen Organismus von Architektur, von Städten Ausdruck zu verleihen. In starker Verdichtung, an mittelalterliche Stadtbebauungen erinnernd, scheinen Häuser den Bildraum fast zu sprengen. Als würde es ihm im Häusermeer zu eng, reckt sich ein Haus empor und möchte dem Format entfliehen, auf sich aufmerksam zu machen. Die Architektur schaukelt einem Schwingen, vielleicht dem Glockenklang, der aus dem Kirchturm über der Stadt dringt, nachgebend. Statische Gesetzmäßigkeiten sind ad absurdum geführt.”

Aus der Laudatio von Margit Piontek-Wagner zur Ausstellung in der Galerie GangArt in Bad Berka am 07.03.2007